Gianni Berengo Gardin

Gianni Berengo Gardin, der wohl meist beachtete italienische Fotograf der Nachkriegszeit, wurde für sein Lebenswerk am 15. November 2017 von der Leica Camera AG mit dem Leica Hall of Fame Award in Rom ausgezeichnet. Seine Werke werden im Rahmen der großen Ausstellung „Grandi Maestri. 100 Anni di Fotografia Leica“ im Complesso del Vittoriano – Ala Brasini vom 16. November 2017 bis 18. Februar 2018 präsentiert.

Gianni Berengo Gardin, am 10. Oktober 1930 in Santa Margherita (Ligurien) geboren, verbrachte seine Kindheit in Rom. Nach dem zweiten Weltkrieg zog seine Familie nach Venedig. Berengo Gardin, seit früher Jugend Amateurfotograf, entschied sich für die professionelle Fotografie und arbeitete bis 1965 als Fotoreporter für die Zeitschrift Il Mondo. 1964 zog er nach Mailand, wo er ein Studio für Mode-, Werbe- und Still Life Fotografie eröffnete. Berengo Gardin publizierte rund 200 Bücher und erhielt zahlreiche Auszeichnungen u.a. den Prix Brassaï 1990 sowie den Leica Oskar Barnack Award 1995.

Joel Meyerowitz

Der renommierte Fotograf Joel Meyerowitz wurde am 18. Januar 2017 im Rahmen der Veranstaltung „A Celebration of Photography“ der Leica Camera AG mit dem Leica Hall of Fame Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet und mit einer umfangreichen Ausstellung geehrt. Diese wird im Zeitraum vom 19. Januar bis zum 31. März 2017 in der Leica Galerie Wetzlar präsentiert. Joel Meyerowitz wurde 1938 in New York geboren und ist in der Bronx aufgewachsen. Er studierte zunächst Malerei und war danach als Art Director tätig. Meyerowitz begann 1962 mit Kleinbildfotografie in Farbe, entdeckte im darauffolgenden Jahr auch Schwarzweiß für sich, bevor er später ganz dem erzählerischen Reichtum der Farbe vertraute. New York blieb sein Lebensthema, von den frühen Arbeiten aus den 1960er Jahren bis zu den bewegenden 9/11-Motiven, die bei den Aufräumarbeiten am Ground Zero entstanden. Meyerowitz lebt und arbeitet in New York und in der Toskana.

LHoFA - Ara Güler - Portrait LHoFA - Ara Güler - Das Goldene Horn

Ara Güler

Der berühmte Magnum-Fotograf Ara Güler wurde mit dem Leica Hall of Fame Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet und mit einer umfangreichen Ausstellung im Rahmen der photokina 2016 in der Leica Galerie „Masters of Photography“ geehrt.
Ara Güler, der wohl bedeutendste Fotograf der Türkei, porträtierte über 60 Jahre lang eindrucksvoll seine Heimatstadt Istanbul und ist weltbekannt für die in den 1950er- und 60er-Jahren entstandenen unvergleichlichen Schwarzweiß-Aufnahmen der Metropole am Bosporus. Darüber hinaus hat der heute 87-Jährige als Journalist und Fotoreporter politische Entwicklungen begleitet und zahlreiche mächtige und bekannte Persönlichkeiten abgelichtet wie beispielsweise Salvador Dalí, Marc Chagall, Alfred Hitchcock, Willy Brandt, Maria Callas, Bertrand Russell, Pablo Picasso, Indira Gandhi und Winston Churchill.

Thomas Hoepker

Die Leica Camera AG, die im Jahr 2014 nicht nur 100 Jahre Leica Fotografie feiert, sondern auch das 60. Jubiläum ihres legendären Messsuchersystems, der Leica M, zeichnete Thomas Hoepker mit dem Leica Hall of Fame Award aus, weil er als Leica M-Fotograf Zeitgeschichte festgehalten und die Reportagefotografie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entscheidend mitgeprägt hat. 1962 startet Hoepker seine Reisen um die Welt als Fotograf und fängt ab diesem Zeitpunkt Momente ein, die internationalen Charakter haben und noch heute beeindrucken. Wie beispielsweise das Portrait des Boxers Muhammed Ali sowie die weltberühmte Aufnahme des brennenden World Trade Centers. Mit der Gruppe junger, unbekümmert wirkender Leute im Vordergrund wurde es über Nacht zum Synonym eines Traumata.

René Burri

Der Schweizer René Burri gilt als einer der bekanntesten und renommiertesten Fotografen des 20. und 21. Jahrhunderts. Von ihm stammen bewegende Bilder aus Berlin vor und nach dem Fall der Mauer sowie berühmt gewordene Porträts von Picasso, Giacometti, Le Corbusier und Che Guevara, um nur einige zu nennen.  Einige seiner Bilder sind mittlerweile selbst wertvolle Zeugnisse der Zeitgeschichte. Am 26. Juni 2013 überreichte Dr. Andreas Kaufmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Leica Camera AG, Burri den Award in Form einer Leica M Monochrom. Die Preisverleihung fand vor zahlreichen Gästen der Leica Camera AG und der Zürcher Hochschule der Künste in Zürich statt.

 

Nick Út

Im Rahmen der Photokina 2012 erhielt der vietnamesische Fotojournalist Nick Út, von dem eines der berühmtesten Kriegsbilder aller Zeiten stammt, den Leica Hall of Fame Award. „Nicht weniger als eine Ikone der Fotografie für alle Zeiten“ wurde dieses Bild vom 8. Juni 1972 genannt.   Es zeigt verängstigte vietnamesische Opfer auf der Flucht aus der Stadt Trang Bang, nur Minuten nach dem Abwurf von vier Napalmbomben. Schreiende Kinder und ein völlig nacktes kleines Mädchen mit schweren Napalmverbrennungen – die 9-jährige Kim Phuc – kommen auf die wartenden Reporter zugerannt.  Nick Út hielt diesen Moment mit seiner Leica M2 fest. Sein Foto gab der Antikriegsbewegung neuen Schwung und wurde sogar mit dem Pulitzer-Preis geehrt.

 

Barbara Klemm

Klemm hat als langjährige Redaktionsfotografin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und bedeutende Fotojournalistin eine große Bandbreite an Ereignissen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dokumentiert. „In ihren Porträtaufnahmen zeigt sich ihr Respekt vor Persönlichkeiten und Situationen. Nicht nur das macht sie als Fotografin zum Vorbild und durch die Fotografien mit ihrer Leica zu einer mehr als würdigen Preisträgerin des Leica Hall of Fame Award“, so Dr. Andreas Kaufmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Leica Camera AG. Ob Studentenbewegung, Kalter Krieg, der Fall der Berliner Mauer, die Ära Kohl oder das moderne Deutschland – Barbara Klemm gelang es, die Essenz des Augenblicks für immer auf Film zu bannen.

 

Steve McCurry

Der 62-jährige McCurry ist seit mehr als drei Jahrzehnten als Dokumentarfotograf an den Krisenherden dieser Welt unterwegs und hat bereits eine Vielzahl an Auszeichnungen für sein Werk erhalten. International berühmt wurde er durch seine Dokumentation des sowjetischen Einmarschs in Afghanistan. Des Weiteren berichtete er vom Iran-Irak-Krieg, dem Golfkrieg, dem Bürgerkrieg in Jugoslawien sowie aus Libanon, Tibet, Jemen und Kambodscha. Sein wohl berühmtestes Foto zeigt das „Afghanische Mädchen“ Sharbat Gula, aufgenommen 1984 in einem Flüchtlingslager. Seit 1986 ist Steve McCurry Mitglied der renommierten Fotoagentur Magnum.

 

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